WS15 - Spielebasierte Lernszenarien zur Erhöhung des Informationssicherheitsbewusstseins und des Interesses von Schülerinnen für das Berufsbild Security Spezialistin

Frauke Fuhrmann, Prof. Dr. Margit Scholl

Mit dem vom BMBF geförderten Projekt „Gendersensible Studien- und Berufsorientierung für den Beruf Security Spezialistin (Security)“ möchte die Technische Hochschule Wildau und insbesondere die Forschungsgruppe von Prof. Dr. Scholl junge Frauen (Schülerinnen) für den Beruf der Security Spezialistin begeistern. Dadurch sollen Studiengänge und Ausbildungen mit Informatikbezug für Schülerinnen attraktiver und der Frauenanteil in diesen erhöht werden. Durch eine ansprechende und gendersensible Darstellung des Berufsbildes Security Spezialistin, durch Porträts von weiblichen Rollenvorbildern, die im Bereich Informationssicherheit tätig sind, sowie durch eine interaktive und erlebnisorientierte Pilotmaßnahme sollen Schülerinnen erfahren, dass das Berufsfeld und die entsprechenden Studiengänge und Ausbildungen nicht nur technisch, sondern sehr vielseitig sind Mittels der Pilotmaßnahme sollen junge Frauen eine bessere Vorstellung des Berufsbildes Security Spezialistin erhalten und den Beruf leibhaftig erfahren können. Dafür wird in einem ersten Teil – analog dem Zirkeltraining aus dem Sport – eine kleine Security-Arena mit sechs spielebasierten Themen- und Lernstationen entwickelt und mit Schülerinnen aus vier Pilotschulen erprobt. Die Schülerinnen absolvieren die Arena in einem Team, in dem sie produktiv zusammenarbeiten sowie ihr Wissen und ihre Erfahrungen miteinander teilen müssen, um erfolgreich zu sein. Die Lernszenarien bieten die Möglichkeit, in einer geschützten Umgebung Wege und Lösungen auszuprobieren, Fehler zu machen und aufgrund unmittelbaren Feedbacks aus eigenen Erfahrungen zu lernen. Durch diese Sensibilisierungsmaßnahme können die Schülerinnen das Thema Informationssicherheit auf eine nicht technische, sondern lebendige Weise erleben und erfahren. Zudem lernen sie ein Aufgabenspektrum kennen, das einen wesentlichen Bestandteil der Arbeit einer Security Spezialistin ausmacht. In diesem Workshop sollen erste Entwicklungen (Prototypen) der analogen Themen- und Lernstationen Lehrerinnen und Lehrern vorgestellt, mit ihnen durchgeführt und diskutiert werden. Das Feedback von Personen, die alltäglich mit der Zielgruppe des Projektes „Security“ – Schülerinnen der neunten und zehnten Klassenstufen – in Berührung kommen, ist sehr wichtig für die (Weiter-) Entwicklung der Lernszenarien. Denn nur authentische und den Lebensalltag von Schülerinnen widerspiegelnde Szenarien können den Schülerinnen die Relevanz von Informationssicherheit für ihre eigene Person verdeutlichen. Darüber hinaus sollen die jungen Frauen motiviert werden, die mit der Digitalisierung verbundenen Entwicklungen aktiv mitgestalten zu wollen, indem sie einen Studiengang oder eine Ausbildung mit Informatikbezug anstreben. Weitere Informationen zum Projekt finden Sie unter:

http://security.wildau.biz